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Marlenehose


Die Marlenehose, die einer weitgeschnittenen Anzugshose für den Mann gleicht, ist unter der Beinbekleidung für die Frau etwas ganz Besonderes. Bei ihr treffen Lässigkeit und Eleganz aufeinander, die aufgrund der Historie der Hose mit einem Hauch Revolutionsgeist versehen werden.

Zur Geschichte der Marlenehose

Namensgeberin war die Schauspielerin Marlene Dietrich, welche Hosen dieses Typs im Jahr 1930 in dem US-amerikanischen Kinofilm Marokko trug. Auch wenn die Hosen durch den Weltstar berühmt wurden, gab es sie bereits in den Goldenen 1920er Jahren. Sie stellten ein begehrtes Kleidungsstück der emanzipierten Frau dar und versprühten Revolutionsgeist, da Frauen vorher meist Röcke und Kleider trugen. Ausgehend davon entwickelte sich in den 1930er Jahren in der Modewelt ein androgyner Kleidungsstil, in dem der Marlenehose eine wichtige Bedeutung zukam. Besonders internationale Modevorbilder wie Marlene Dietrich und Greta Garbo nahmen diesen Trend auf und verhalfen dieser weitgeschnittenen Hose zu einer weiten Verbreitung. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges verschwand die Marlenehose nahezu aus den Modehäusern, erlebte aber in den 1970er Jahren ein zweites großes Revival.

Beschaffenheit der Marlenehose

Bezüglich des Schnittes orientiert sich die Marlenehose an Anzugshosen für Männer. In der Taille sitzt sie tief, verfügt über einen angesetzten Hosenbund sowie einen Verschlussübertritt und besitzt vorn zwei Hosentaschen sowie meist eine kleine Tasche hinten. Mit Hilfe von Bundfalten wird die Weite der Hosenbeine erzeugt. Häufig werden auch Bügelfalten verwendet. Die Hosenbeine können zudem über einen Aufschlag verfügen, manchmal verlaufen sie einfach gerade nach unten. Die Klassiker unter den Marlenehosen sind aus leichtem Wollstoff hergestellt, die das lässige Fallen der Hosenbeine ermöglicht. Die Farben sind meist gedeckt bzw. in Nadelstreifenoptik. Inzwischen wird aber auch gern weißer Leinen verwendet, was dieses Beinkleid zu einem beliebten Sommerbegleiter macht. In den vergangen Jahren kamen zudem Jeans auf den Markt, welche den Schnitt einer Marlenehose besitzen. Für die kältere Jahreszeit werden Modelle aus Tweed angeboten.

Die Marlenehose geschickt kombiniert

In klassischer Art wird die Marlenehose mit sehr hohen Schuhen kombiniert, dabei muss jedoch darauf geachtet werden, dass die Hosen immer den Boden berühren und an den Oberschenkeln sehr locker sitzen. Dieses verschafft nicht nur optisch längere Beine, sondern gibt der maskulinen Hose zudem eine interessante weibliche Note. Die Taille kann zusätzlich durch einen schmalen Ledergürtel betont werden. Aufgrund der Weite der Hosenbeine sollte das Oberteil figurbetont sein. Heute werden Hosen im Marlenestil auch gern mit Plateauschuhen, Loafern, Ballerinas und Zehensandalen kombiniert. Je nach Stoff und Farbe eignen sich diese bequemen Hosen für jeglichen Anlass.

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