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Was versteht man unter einem Dauerwohnrecht?


Personen, denen ein Dauerwohnrecht eingeräumt wurde, dürfen eine Wohnung bzw. eine abgeschlossene Wohneinheit auf Dauer bewohnen. Gesetzlich geregelt wird das Dauerwohnrecht im §31 des Wohneigentumsgesetzes. Neben der Wohnung kann das Dauerwohnrecht aber auch auf Teile des Gartens ausgeweitet werden.
Hausbesitzer, die ein Dauerwohnrecht einräumen, müssen dies ins Grundbuch, Abteilung II, eintragen lassen. Es gehört zum Bereich der Lasten und Beschränkungen und mindert unter Umständen den Wert des Hauses. Dies kann vor allem für Hauskäufer mit Problemen verbunden sein, da auch der Beleihungswert eines Hauses hierunter leidet. Für den Besitzer des Dauerwohnrechts hat die Eintragung im Grundbuch aber den Vorteil, daß bei Verkauf des Hauses das Recht erhalten bleibt.
Ein Dauerwohnrecht kann entweder selbst genutzt werden, es besteht aber auch die Möglichkeit, das Recht zu vererben oder zu verkaufen. Auch kann die Wohnung vermietet werden.
Ein Dauerwohnrecht wird in der Regel eingetragen, wenn ein Haus von den Eltern an die Kinder verkauft wird. Zur Absicherung der Eltern lassen diese dann das Dauerwohnrecht eintragen, um im Falle des Hausverkaufes weiterhin dort wohnen zu können.
Aber auch Wohnungsbaugenossenschaften tragen mitunter ein Dauerwohnrecht für ihre Mieter ein, um sie zum Abschluß des Vertrages zu bewegen. Hier kann das Dauerwohnrecht auch als Ersatz zum Eigentumserwerb gesehen werden, was vor allem für junge Familien oder ältere Menschen geeignet ist, da hier weder Eigenkapital noch Finanzierung notwendig sind.

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